Die Kraft deiner Ahnen und ihre Auswirkungen auf dein Leben.

Als ich vor einigen Tagen auf meiner Terrasse den Abendausklang genoss, fiel mein Blick wie so oft auf meine herrlich duftenden Maiglöckchen. Jedes Mal, wenn ich sie sehe oder ihren Duft rieche, ist sie da. Meine über alles geliebte Oma. Sie liebte den Duft von Maiglöckchen und soweit ich zurückdenken konnte, hatte sie immer ein Maiglöckchen Parfum in ihrem Zimmer stehen. Sie war für mich der Fels in der Brandung. Das Gefühl von Familie, das ich mir lange Zeit nur bei ihr erlaubte. Sie nahm mich wie ich war, sie war einfach immer da, und sie stand für Geborgenheit, Liebe und Stabilität. Warum sie? Warum nicht meine Mutter? Mit unseren Eltern verbinden uns oft viele Herausforderungen, die wir in dieses Leben mitgebracht haben im Gegensatz dazu sind unsere Großeltern oft diejenigen, die unser Rückzugsort sind um als Teenager von zu Hause auszubrechen und Kind sein zu dürfen. Wenn wir an unsere Ahnen denken, wissen wir oft wie wir es nicht wollen, was uns einengt was wir vielleicht auch verurteilen und wie sie es vielleicht besser machen sollen hätten. Wir erwarten, kritisieren, verurteilen und glauben es oft besser zu Wissen. Weil wir nicht den Mut haben in diese Energie einzutauchen und unseres daraus zu machen. Für mich war meine Oma die Güte in Person, ich habe sie nur einmal in meinem Leben richtig wütend erlebt.

Anmerkung: Als meine Schwester, damals noch Kindergarten oder Volkschulkind, die selbst gemachten Nudeln, die sie zum Trocknen aufgelegt hatte, alle zerbröselt hat.

Meine Mama aber berichtete oft wie temperamentvoll Oma in jungen Jahren war. Da flog schon einmal auch was durch die Gegend. Das Temperament habe ich wohl auch von ihr übernommen und natürlich ärgere ich mich manchmal, weil ich oft zu schnell explodiere. Doch ich bin dafür auch dankbar, denn durch diese Eigenschaft habe ich den Mut nicht alles im Leben einfach so hinzunehmen und mich für meine Werte und meinen Weg einzusetzen. Oft hat mich diese Eigenschaften schon aus meiner Komfortzone herauskatapultiert und ich weiß dies habe ich meiner Oma zu verdanken.

Wie sieht es nun mit den Eltern aus? Jahrelang lebte ich das Bild, das meine Mutter von meinem Vater hatte und trotz vielem Arbeiten daran, änderte das nur bedingt etwas an meinem Bild von ihm und an meinem Bild von mir. Warum am Bild von mir, wir sind Teil unserer Eltern. Immer wenn ein Elternteil etwas vom anderen Elternteil ablehnt, fühlen auch wir uns abgelehnt. Wir sind mit unseren Eltern so stark verwoben und uns dessen oft nicht bewusst. Ich durfte meinen Vater erst sehr spät in meinem Leben kennen lernen und ich war sehr erstaunt, wie viel ich von ihm hatte. Wie ich einfach Dinge von ihm lebte, ohne sie von ihm vorgelebt bekommen zu haben. Wie ich dieselben Werte vertrat und sogar einen Mann an meiner Seite hatte, der so viele parallelen mit meinem Vater hatte. Und was ich noch merkte, ich fühlte mich erst ganz, als ich beide Eltern in mein Leben integriert hatte. Lange hatte ich mich dagegen gewährt und aus Angst davor, dass das Bild meiner Mutter stimmte, nicht den Mut gehabt mich mit meinem Vater auszusöhnen. Doch die geistige Welt klopfte immer mehr an. Sie sendete mir immer mehr Zeichen mich mit diesem Thema auszusöhnen. Einfach abzuschließen, egal welcher Mensch er ist, mich nicht von den Bildern leiten zu lassen und mich dadurch selbst immer mehr abzulehnen. Und als ich dazu bereit war, kam etwas unbeschreibliches in mein Leben. Es geschah nicht nur Versöhnung mit mir, sondern auch Versöhnung mit ihm. Ich durfte das Bild meines Vaters heilen und dadurch mich heilen. Ich durfte diesen wunderbaren Menschen kennenlernen und mein Bild, das mir vorgezeichnet wurde aus Kindertagen immer mehr loslassen. Ich durfte endlich die Seiten erleben, die diesen wunderbaren Menschen ausgemacht haben und dadurch erkennen wie viel davon in mir steckt. Ich beendete den Kampf gegen ihn und dadurch auch gegen mich. Wenn wir uns dessen immer mehr bewusstwerden, dass wir ein Teil unserer Eltern sind und beginnen das Augenmerk nicht auf das, was wir nicht an ihnen Lieben lenken, sondern stattdessen auf das, was wir gut an ihnen finden, werden wir immer besser ihr Erbe leben können. Nicht als Abklatsch von ihnen, sondern so wie es für uns und unser Leben gedacht ist. Wenn du von einem Elternteil immer das negative von dem anderen Elternteil hörst, beginnst du unbewusst dich immer mehr abzulehnen, wenn du aber beginnst dir dein eigenes Bild zu machen, beginnst du immer mehr die Stärken in dir zu leben. Ich durfte beide Seiten erkennen und ich durfte auch die Verletzungen erkennen und das Wichtigste, ich durfte erkennen das dies nicht meins ist. Das ich meinen Teil, dieses Erbes annehmen darf, doch nicht all die Verletzungen und Kränkungen mit annehmen muss. Du darfst beide Eltern lieben, egal wie sie zueinanderstehen. Du hast Anteile von beiden in dir und es ist an dir dich mit diesen Anteilen zu versöhnen und ihre Stärken zu leben oder gegen sie und dadurch gegen dich weiterzukämpfen. Ich erlebe gerade in der letzten Zeit bei meinen Sitzungen und Coachings, das das Thema Ahnen im Moment sehr präsent ist und förmlich nach Erlösung schreit. Und zeitgleich durfte ich auch erleben wie viel Heilung in diesem Bereich möglich ist und wie sich dadurch unser Alltag zum positiven Verändern darf und wir unseren Kindern damit einiges ersparen können. Bei meinen Sitzungen und Coachings zeige ich dir meinen Weg mit diesen Dingen immer mehr abzuschließen und in dein erfülltes Leben zu gehen. Du kannst die Kraft im Rücken als Schubkraft nehmen, um dein wunderbares Wesen zu leben oder dich gegen sie stemmen und all deine Energie in deine Vergangenheit verpuffen lassen. Du triffst deine Wahl, deine Ahnen geben dir nur das Werkzeug dafür in die Hand. Ich freue mich auf all das wunderbare, dass du mit diesem Werkzeug kreierst und in die Welt bringst.

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